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Heimkino-Beamer: Blockbuster auf der eigenen Leinwand

Am Wochenende kommen die Jungs zum Fußballschauen oder die Mädels zum Filmabend – und Sie haben nur einen winzigen TV-Bildschirm? Das muss nicht sein: Mit einem Heimkino-Beamer sehen Sie Sport und Blockbuster auf der großen Leinwand.

Heimkino-Beamer: Multimedia-Erlebnis in Ihrem Zuhause
Paar sitzt lachend auf dem Sofa. Im Hintergrund sind ein Beamer und ein Lichtstrahl zu sehen.

Mit einem Heimkino-Beamer wird Ihr Wohnzimmer zum Lichtspielhaus. Wenn Sie sich über dieses Thema informieren, lesen Sie oft Begriffe wie „LCD“, „DLP“ und „Lumen“. Was das alles bedeutet, erklären wir in diesem Artikel.

Erste Entscheidung: die Technik

Am meisten verbreitet sind drei Arten des TV-Projektors: DLP-, LCD- und LCoS-Beamer. Alle drei arbeiten mit unterschiedlichen Technologien, um das Bild an die Wand oder Leinwand zu werfen.

  • Beim DLP-Beamer werden die Bilder mittels eines sich drehenden Farbrades erzeugt.
  • Bei der LCD-Technik kommt das Bild über Flüssigkristalldisplays.
  • Die LCoS-Beamer funktionieren ebenfalls mit Flüssigkristallen.

Zweite Entscheidung: die Auflösung

Wenn Sie sich ein eigenes Heimkino einrichten möchten, müssen Sie auch auf die Auflösung des Beamers achten. Stellen Sie sich vor: Sie haben eine große Leinwand, einen aktuellen Blockbuster – und dann sehen Sie nur große Pixel statt tollen Bildern. Zum Fernsehen oder Streamen benötigen Sie daher ein kontrastreiches Bild mit mindestens HD-Ready beziehungsweise 1280 x 720 Pixeln. Für die Full-HD-Auflösung (etwa, wenn Sie Blue-Ray-DVD sehen möchten) benötigen Sie eine Auflösung von 1920 x 1080 Pixeln. Nach oben hin sind keine Grenzen gesetzt. Im Profibereich gibt es bereits 4k-Beamer mit einer Auflösung von acht Megapixeln (4096 x 2160 Pixel). Diese liefern gestochen scharfe und kontrastreiche Bilder sogar auf sehr großen Leinwänden. Oft ist das Videomaterial noch nicht für diese neue Technik ausgelegt.

Dritte Entscheidung: der Standort für Ihren TV-Beamer

Wenn Sie den Beamer häufiger nutzen wollen, bringen Sie ihn am besten unter der Decke an. Aber aufgepasst: Schauen Sie sich genau an, wie lang das HDMI-Kabel hierfür sein muss. Dieses verbinden Sie mit Ihrem TV-Gerät oder Laptop, um dann den gewünschten Film auf die Leinwand zu projizieren. Das Kabel wird aber, je länger es ist, schnell teuer. Weitere wichtige Punkte bei der Standortsuche:

  • Der richtige Abstand zur Leinwand: Der TV-Beamer sollte nicht zu nah dran, aber auch nicht zu weit entfernt sein. Eventuell müssen Sie ein wenig herumprobieren, bis Sie die passende Entfernung gefunden haben.
  • Die sogenannte „Lens Shift“: Das bedeutet, dass das Objektiv im Beamer in der Lage sein muss, eine eventuell schiefe Position zur Leinwand auszugleichen. Achten Sie beim Kauf des Beamers auf dieses Feature.
  • Nichts darf zwischen Beamer und Leinwand stehen und die Projektion blockieren.
  • Licht beeinträchtigt das Bild. Es gibt zwar Projektoren, die auch bei Tageslicht gute Ergebnisse liefern, generell aber gilt: Versuchen Sie, kein direktes Licht auf der Leinwand zu haben.
  • Hängen oder stellen Sie den Projektor nicht direkt neben oder über sich. Der Beamer erzeugt durch seine Lüftung sowie die eingebaute Lampe Wärme und Geräusche – nach einiger Zeit kann das ganz schön nervig sein.

Vierte Entscheidung: Lumen

Die Helligkeit (Lumen genannt) ist sehr wichtig bei der Auswahl des Beamers. Ist sie zu niedrig, können Sie in hellen Räumen das Bild auf der Leinwand nicht erkennen. Sie schauen gern im Sommer mit Freunden Filme auf der Terrasse oder Fußballspiele im Garten? Dann achten Sie auf eine hohe Lumen-Zahl. Aber Vorsicht: Ist die Helligkeit zu stark, könnte das Bild im Dunkeln sogar blenden.

Generell gilt: Ein guter Beamer sollte mindestens 1000 Lumen haben.

Haben Sie sich dann für einen Beamer und eine Leinwand entschieden, kann der nächste Filmabend starten. Was jetzt noch fehlt? Popcorn, der oder die Liebste und ein paar Freunde. So macht Fernsehen Spaß!

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